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Die Fujitsu FMR-Familie (Japan)
1987-1998



ein Fujitsu FMR-70 HX3 mit CPU Intel 80386dx / 25MHz von 1989 (Foto © Fujitsu, aus dem Originalprospekt)

Diese Fujitsu-eigene Computerfamilie besitzt wie alle japanischen PC-Familien spezielle Hardware-Einrichtungen, um Japanisch im Textmodus darstellen zu können.

Die Graphik ist auf dem Motherboard integriert und erlaubt bei den Modellen der 30er-Serie und der 50er-Serie standardmäßig eine Auflösung von 640×400 Pixeln, mit meistens gleichzeitig 16 Farben aus einer 4096-Farben-Palette - bei Geräten mit eingebautem LCD-Display sind es nur 16 Graustufen, oder je nach Modell auch nur schwarz/weiß. Bei der 60er-Serie, 70er-Serie (siehe oben) und der 80er-Serie handelt es sich um "High-Resolution-Modelle", die eine Graphik mit 1120×750 Pixeln mit ebenfalls 16 aus 4096 Farben darstellen - wenn man aus ätsgründen aber auch den 640×400-Pixel-Modus der anderen Geräte benutzen können will, muss man eine optionale Zusatz-Grafikkarte in den PC einsetzen. Für das sich damals verbreitende Windows gab es auch Modelle mit Graphik-Akzeleratoren, nämlich die 250er-Serie und die 280er-Serie.

Siehe dazu auch meinen Entwurf einer Modellübersicht zur Fujitsu FMR Familie.

Eine Besonderheit der FMR-Computer ist, dass in ihren ROM-Speichern genaue Angaben über die genaue Hardware-Ausstattung des Modells enthalten sind, so dass sich Applikationen leicht auf die jeweils herrschenden Verhältnisse einstellen können. Die FMR-Computer sind mit allen anderen japanischen Computerfamilien inkompatibel (sie verwenden aber das gleiche Floppyformat wie die NEC PC-9800 Computer). Die für die FMR-Familie erhältlichen Betriebssysteme wie japanisches MSDOS V3.1, japanisches MS-Windows V2.1, japanisches OS/2, und japanisches UNIX waren spezifisch an die FMR-Computer angepasst.

Fujitsu betrat 1984 den Markt der 16-bit-Computer zunächst mit der "FM-16β"-Serie, die dann 1987 durch die "FMR"-Serie abgelöst wurde, aber auch diese konnte die Marktdominanz der NEC PC-9800-Serie nicht beenden.

Ab 1991 begann in Japan der Siegeszug der "DOS/V"-Computer in Japan, so dass Fujitsu Ende 1993 beschloss, ab 1995 die DOS/V-kompatible "FMV Serie" (Industriestandard-PC) zu fertigen und die FMR-Serie auszuphasen, bis hin zu den allerletzten FMR-Modellen "FMR-250L4" und "FMR-280A4/L4", die im April 1998 verkauft wurden.

Matsushita bzw. "Panasonic" brachte von 1987 bis 1993 mehrere FMR-kompatible Computer als "Panacom M-Serie" heraus: die Desktop-Serie M500 (Panacom M500, M500L, M530, M530HD, M550), die Desktop-Serie M700 (Panacom M700, M750, M780), sowie den Laptop Panacom M353.


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