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Die "IBM-Kompatiblen" (USA)
1981-heute



der originale IBM PC mit CPU Intel 8088/4,77MHz von 1981,
mit zwei 130mm-Floppylaufwerken zu je 160 KiB (Foto © IBM, aus dem Originalprospekt)

Der originale IBM PC von 1981 und sein unmittelbarer Nachfolger IBM PC-XT von 1983 wurden zu den "Stammvätern" der größten Personal-Computer-Familie, die auf der Welt existiert.

Im Jahre 1984 überarbeitete IBM das PC-Konzept noch einmal, und gab dem PC die damals brandneue CPU Intel 80286 und damit die Möglichkeit, viele Megabyte RAM im sog. "Protected Mode" zu addressieren, und außerdem einen 16-bit-Datenbus, bekannt als ISA (Industry Standard Architecture)*. Weil der IBM PC und PC-XT nur über einen 8-bit-Datenbus verfügt hatten, ist ISA so konstruiert, dass man auch 8-bit-Boards in einem ISA-Steckplatz verwenden kann. Die neue PC-Architektur mit dem 16-bit-Datenbus wurde von IBM "PC-AT" oder kurz "AT" genannt (= Advanced Technology). Seit damals spricht man auch von "AT-kompatibel" - hier in meiner Website bleibe ich allerdings auch bei neueren Geräten bei der alten Benennung "IBM-kompatibel".

Als es mehreren Softwarefirmen gelang, ein IBM-PC-kompatibles BIOS zu entwickeln und es IBM in der Folge nicht gelang, mit Patentklagen den Software-kompatiblen Nachbau ihres PC zu verhindern, begannen immer mehr Firmen, diese gut verkäuflichen "IBM-kompatiblen" bzw. "AT-kompatiblen" Personal Computer zu bauen und zu vertreiben. Darauf kam es zu einem bis dahin beispiellosen weltweiten Leistungs- und Preiswettbewerb, der bis heute anhält und der Grund dafür ist, dass wir alle heute preiswerte Computer mit einem riesigen Software-Angebot kaufen können.

Die IBM-Kompatiblen, die mindestens über ein 80286-CPU und VGA-Graphik verfügen und ein japanisches Betriebssystem darauf installiert ist, werden in Japan auch "DOS/V-Kompatible" genannt.

Und die "AX"-Computer sind fast-IBM-kompatibel, insofern als sie sich nur durch eine besondere Graphikkarte mit speziellem ROM-BIOS (JEGA oder JVGA) und durch eine besondere Tastatur mit 5 Extratasten für Japanisch von den normalen IBM-Kompatiblen unterscheiden.

*: Die 16-bit-ISA-Slots sind ihrerseits von der Industrie inzwischen bereits durch 32-bit-PCI-Slots ersetzt worden.

Hinweis: die vor 1991 (d.h. vor der Markteinführung von DOS/V) von IBM Japan in Japan vertriebenen Personal-Computer-Familien, nämlich die "JX"- und die "PS/55"-Familie, sind speziell für die Verwendung mit Japanisch ausgestattet: die "JX"-Rechner sind jedoch überhaupt nicht, und die "PS/55"-Rechner teilweise nicht "IBM-kompatibel"! Auf diesen japanischen Rechnern kann unter MSDOS nur speziell an diese Familien angepasste Software laufen.


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