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Die Commodore Amiga-Computer (USA)
1985-1994



ein Commodore Amiga mit CPU Motorola 68000 / 7.16MHz von 1985 (Foto © Commodore, aus dem Originalprospekt)

Im Juli 1985 erfolgte die Vorstellung des "Commodore Amiga": dieser Computer wurde als "Sensation" und "Farbenwunder" in den Markt eingeführt - tatsächlich vereinte er ein Multitasking-Betriebssystem (ähnlich wie bei seinem Vorläufer Sinclair QL) und eine graphische Bedienoberfläche (ähnlich seinen Vorgängern Apple MacIntosh und Atari ST) mit der Fähigkeit, ganze 16 Farben aus einer 4096-Farben-Palette bei der hohen Auflösung von 640×400 Pixeln anzeigen zu können !

In Japan stand 1985 z.B. das Modell PC-98XA1 aus der NEC PC98-Familie mit 1150×720 Pixeln und ebenfalls 16 Farben aus einer 4096-Farben-Palette schon seit Mai in den Verkaufsregalen, aber die japanischen PC-Familien waren damals in Europa nicht allgemein bekannt. Der dem Amiga an Grafik UND Sound deutlich überlegene Sharp X68000 wurde allerdings erst im Oktober 1986 in Japan vorgestellt - und dann ausschließlich in Japan verkauft.

Bei Reduzierung auf 320×400 Pixel konnte man mit dem Amiga sogar 32 Farben darstellen, und mit der "EHB"-Option auch 64 Farben. Die "gleichzeitige Darstellung von 4096 Farben" im sog. "HAM-Modus", von der damals in der Commodore-Werbung viel die Rede war, war jedoch von einer extrem niedrigen Bildwiederholrate und unangenehmem Bildflimmern begleitet, so dass dieser Modus praktisch nicht eingesetzt werden konnte.

Dennoch - mit seiner GUI, der ansprechenden Grafik und seinem "noch-besser-als-Atari-Sound" schlug der Amiga technisch zumindest alle lokalen Konkurrenten, und nur der ihm grafisch deutlich unterlegene Sinclair QL hatte auch ein Multitasking-Betriebssystem zu bieten. So errang der A1000, wie der "Commodore Amiga" schon bald genannt wurde, schnell große Marktanteile, und weitere Amiga-Modelle folgten: der A500 hatte als "Low-End-Version" eine in den Computer integrierte Tastatur wie der Sinclair QL und Atari 260 ST, und die "High-End-Version" A2000 hatte eine externe Tastatur und ein noch größeres Desktop-Gehäuse als der A1000, um Platz für mehrere Laufwerke zu bieten. Später folgten noch weitere Modelle wie der A2500, A3000 und A4000 mit stark verbesserten Graphikmöglichkeiten.

Durch den Siegeszug der dank riesigem Software-Angebot universeller nutzbaren IBM-kompatiblen "Windows-PC" und ihre ebenfalls immer besser werdenden Grafik- und Sound-Möglichkeiten (und Preise) verlor die Amiga-Familie alsbald an Reiz und an Marktanteilen, und wurde schließlich im Jahre 1994 eingestellt.


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