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Detektiv Conan

Vergleich der internationalen Ausgaben

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■ Die Namen der Hauptpersonen ■
Das Copyright aller Abbildungen von Detektiv Manga liegt bei Hr. Gōshō Aoyama und den von ihm autorisierten Verlagen, insbesondere bei Shōgakukan Inc.

Der Held dieser Geschichten ist der japanische "Oberschüler-Meisterdetektiv" Shin'ichi Kudō, in seiner geschrumpften Form nennt er sich Conan Edogawa und trägt außerdem eine Brille, um nicht erkannt zu werden. Seine Freundin Ran Mōri und ihr Vater Kogorō Mōri (der ungeschickte Privatdetektiv), sowie Shin'ichis bzw. Conans Freund, der Erfinder Professor Hiroshi Agasa, sind die nach ihm wichtigsten Personen der gesamten Handlung. Außerdem freundet sich Conan mit drei Grundschul-Klassenkameraden an: Ayumi Yoshida, Genta Kojima und Mitsuhiko Tsuburaya. Ab Band 18 gesellt sich dazu noch die geheimnisvolle Ai Haibara.

Von Anfang an dabei sind der gewissenhafte (Ober-)Inspektor Jūzō Megure, sowie die beiden Erzschurken mit den Decknamen Gin und Wodka. Nach und nach wird die Zahl der immer wiederkehrenden Personen in Conans Umfeld immer größer: Shin'ichis Eltern Yūsaku Kudō und Yukiko Kudō, Rans Mutter Eri Kisaki, Rans Freundin Sonoko Suzuki, Shin'ichis Freund Heiji Hattori nebst seiner Freundin Kazuha Tōyama, der mysteriöse Meisterdieb Kaitō Kid, die Inspektoren Wataru Takagi, Miwako Satō und Ninzaburō Shiratori, usw. usw.

MANGA/ANIME
in Japan
MANGA/ANIME
in Europa
MANGA/ANIME
in den USA
ANIME (TV)
in Lateinamerika
japanisch: ¹ französisch: niederländisch: deutsch: italienisch: spanisch: englisch: spanisch:
Kudō Shin'ichi Shinichi KudoShinichi KudouShinichi KudoShinichi Kudo Shinichi Kudo Jimmy Kudo Bobby Jackson
Edogawa Konan Conan Edogawa Conan Edogawa Conan Edogawa Conan Edogawa Conan Edogawa Conan Edogawa Conan Blazy
Mōri Ran Ran MouriRan MouriRan MoriRan Mori Ran Mouri Rachel Moore Claudia Guzmán
Mōri Kogorō Kogoro MouriKogorou MouriKogoro MoriKogoro Mori Kogoro Mouri Richard Moore Carlos Guzmán
Agasa Hakase docteur Agasaprofessor Agasa Professor Agasaprofessore Agasa profesor Agasa Dr. Agasa profesor Cardillo
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Amy,
George,
Mitch
Jessica,
Beto,
Jorgito
Megure Keibu inspecteur Maigretinspecteur Megure Inspektor Megureispettore Megure inspector Megure inspector Meguire inspector Vera

Die Namen der wichtigsten Personen wurden in fast allen Übersetzungen praktisch unverändert übernommen - leider jedoch nicht in allen: den Amerikanern erscheinen Helden mit "ausländischen" Namen offenbar unbequem, und so wurden sie dort zu "Amerikanern" umgetauft (in der US-amerikanischen Manga-Buchausgabe mit englischen Namen, und in der lateinamerikanischen TV-Anime-Synchronisation mit spanischen Namen) - was äußerst unpassend wirkt. Denn im Unterschied zu den Chinesen, von denen es manche schick finden, sich zusätzlich einen nicht-chinesischen Namen zuzuweisen, tragen Japaner in Japan immer nur japanische Namen (von "Künstlernamen" wie z.B. "Conan" einmal abgesehen), und die Geschichte spielt ja nun einmal in Japan. Die Umbenennung betrifft übrigens nur die Hauptfiguren bzw. "Helden", nicht die ständig wechselnden Nebenfiguren, was die dahintersteckende kulturelle Borniertheit bzw. Xenophobie umso deutlicher macht.

Der Apostroph im japanischen Namen Shin'ichi soll verhindern, dass man falsch "Schi-ni-tschi" liest - richtig ist die Leseweise: "Schinn-itschi".

In der üblichen, sogenannten "Hepburn-Umschrift" des Japanischen ist mit Ō ein langes O gemeint, das in japanischer Hiragana-Schrift tatsächlich als OU geschrieben wird. In der französischen Übersetzung wurde (deshalb?) der Familienname "Mōri" als Mouri wiedergegeben: der Haken dabei ist nur, dass auf französisch - anders als im Japanischen - ein OU als langes U bzw. Ū und somit falsch gelesen wird: daher halte ich das OU für einen ungeschickten Fehlgriff des französischen Übersetzers, dem sich dann wiederum prompt gewisse andere Übersetzer (wie die Spanier) angeschlossen haben. Es ist aber inkonsequent, diese Schreibung nur bei Mōri anzuwenden, bei Kogorō und Kudō jedoch nicht! Die viel später erschienene niederländische Übersetzung benutzt die OU-Schreibung konsequenterweise bei allen japanischen Ō, was dort allerdings wie in Frankreich viele Leute zur falschen Aussprache als Ū verleiten dürfte. Ich frage mich, warum man nicht einfach an der originalen Schreibweise mit dem Längenstrich (auch "Macron" genannt) festgehalten hat. Der Unterschied zwischen O und Ō ist im Japanischen in sehr vielen Fällen bedeutungsunterscheidend! Zum Beispiel liegt "Mōri" (= "Fell-Gewinn"), der japanische Familienname von Ran und Kogorō, im japanischen Familiennamen-Häufigkeits-Ranking auf Platz 611. Der gebräuchlichere Familienname "Mori" (= "Wald") mit kurzem O, wie Ran und Kogorō also nicht heißen, liegt dagegen auf Platz 22. Vermutlich haben viele Übersetzer gar nicht das japanische Original übersetzt, sondern eine bereits vorliegende Übersetzung in irgendeiner europäischen Sprache einfach "weiter-übersetzt" ...

Megure ist die japanische Aussprache des Namens des berühmten französischen Kommissars Jules Maigret (erfunden von Georges Simenon) - weswegen die Wiedergabe des Namens Megure in der französischen Übersetzung als "Maigret" durchaus seine Richtigkeit hat. Auch andere Namen in Detektiv-Conan enthalten Anspielungen auf bekannte Krimigrößen wie z.B. in Professor Agasa, wo die japanische Aussprache des Vornamens von Agatha Christie nachgebildet wird.

MANGA/ANIME
in Asien
japanisch: ¹ koreanisch: ¹ chinesisch: ¹, ² mandarin-chinesisch: ¹, ² kantonesisch-chinesisch: ¹, ²
工藤新一Ku-dō Shin-ichi 쿠도 신이치K'u-do Shin-i-ch'i 工藤新一 Gōng-téng Xīn-yī Gùng-tàng Sàn-yāt
江戸川コナン E-do-gawa Ko-na-n 에도가와 코난 E-do-ga-wa K'o-nan 江戸川柯南 Jiāng-hù-chuān Kē-nán Gòng-wu-chyùn Ò-nàam
毛利蘭Mō-ri Ran 모리 란Mo-ri Ran 毛利蘭 Máo-lì Lán Mòu-lei Làan
毛利小五郎Mō-ri Ko-go-rō 모리 코고로Mo-ri K'o-go-ro 毛利小五郎 Máo-lì Xiǎo-wǔ-láng Mòu-lei Síu-ńg-lòng
阿笠博士 A-gasa Haka-se 아가사 박사 A-ga-sa Bak-sa 阿笠博士 Ā-lì Bó-shì A-lāp Bok-si
歩美,
元太,
光彦
Ayu-mi,
Gen-ta,
Mitsu-hiko
아유미,
겐타,
미츠히코
A-yu-mi,
Gen-t'a,
Mi-ch'ŭ-hi-k'o
歩美,
元太,
光彦
Bù-měi,
Yuán-tài,
Guāng-yàn
Bou-méi,
Yùn-taai,
Gwòng-yin
目暮警部
 
Me-gure Kei-bu
 
 
메구레 경관
 
Me-gu-re Gyǒng-gwan
目暮警部
目暮警官
Mù-mù Jǐng-bù (China)
Mù-mù Jǐng-guān (Taiwan)
 
Muk-mou Gíng-gùn (Hongkong)
Die von mir hier in die Namen eingefügten Bindestriche sollen die Zuordnung der Wortteile zu den Zeichen der jeweiligen Originalschrift verdeutlichen.
In der koreanischen Umschrift zeigt der Apostroph eine verstärkte Konsonantenaussprache an, "ŏ" meint ein "offenes o", und "ŭ" ein "breites u".
In der chinesischen Umschrift zeigen die Akzente den Tonverlauf an. X wird wie "sch", J wie "dsch" und CH wie "tsch" ausgesprochen.
In der kantonesischen Umschrift wird der Tiefton entweder durch Unterstreichung oder nachgestelltes "h" angezeigt. "Ò-nàahm" ist dasselbe wie "Ò-nàam".


MANGA/ANIME
in Asien
MANGA/ANIME
in Skandinavien
japanisch: ¹ thailändisch: ¹ vietnamesisch: schwedisch: finnisch:
Kudō Shin'ichi คุโด้ ชินอิจิ Kudō Chin-idji Shinichi Kuno Shinichi KudoShinichi Kudo
Edogawa Konan เอโดกาว่า โคนัน Ēdōgāwā KhōnanConan Edogawa Conan EdogawaConan Edogawa
Mōri Ran โมริ รัน Mōri RanRan Mori Ran MoriRan Mori
Mōri Kogorō โมริ โคโกโร่ Mōri KōgōrōKogoro Mori Kogoro MoriKogoro Mori
Agasa Hakase ดร. อากาซะ Dr. ĀgāsaTiến sĩ Agasa Doktor AgasaProfessori Agasa
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
อายูมิ,
เกนตะ,
มิตซึฮิโกะ
Āyūmi,
Gēnta,
Mitchühiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Ayumi,
Genta,
Mitsuhiko
Megure Keibu สารวัตร เมงูเระ Sārwadr Mēgūre Thanh tra Megun Kommissarie MegureKomisario Megure
In der japanischen und in der thailändischen Umschrift werden lange Vokale durch einen Längenstrich angezeigt (ā, ē, ō, ū).

¹: Im Japanischen, Koreanischen, Chinesischen und Thailändischen kommt wie im Schwäbischen und Bairischen der Vorname nach dem Familiennamen,
aber nur im Japanischen, Koreanischen und Chinesischen werden auch Titel wie "Doktor" oder "Inspektor" nach dem Namen genannt.

²: Die Namen werden auf chinesisch wie in Japan geschrieben, die eigentlich identischen Zeichen werden chinesisch allerdings anders gelesen ... so wird z.B. aus japanisch "E-do-gawa" in Mandarin "Jiāng-hù-chuān" und im Kantonesischen "Gòng-wu-chyùn".

Der Name コナン "Conan" ist allerdings nicht japanisch, daher wird er in Japan mit japanischen phonetischen Zeichen (Katakana) geschrieben, die wiederum in China ganz unbekannt sind. Daher wurden ihm in mandarin-chinesisch als "beste lautliche Annäherung" die zwei Zeichen 柯南 (= Stiel*-Süden) zugewiesen, die auf mandarin "Kē-nán" ausgesprochen werden. Diese Zeichen wiederum werden in ganz China identisch verwendet, was dann allerdings im Kantonesischen wegen der von Mandarin deutlich verschiedenen Aussprache zu "Ò-nàam" führt ! Das ist also keine "Umbenennung", sondern die zwangsläufige Konsequenz aus der identischen Übernahme von chinesisch geschriebenen Namen von einer chinesischen Sprache zu einer anderen.
(*: das chinesische Zeichen 柯, in mandarin "kē" gelesen, umfasst die Bedeutungen: Stiel, Stengel, Ast, Zweig, Halm, Holm)

Anders ist es beim vorwiegend lateinisch geschriebenen Minnan-Chinesischen (= "Bn-lm-g"): dort wurde der Name Conan direkt aus dem Japanischen, d.h. als "Konan" übernommen. Der Meisterdetektiv Conan, japanisch "Mei-tan-tei Konan", heißt im Minnan-Chinesischen daher "Mi-thm-cheng Konan".


■ Weitere sprachliche Hinweise ■

Der Originaltitel 名探偵コナン Meitantei Konan enthält die Bezeichnung 名探偵 mei-tan-tei, diese setzt sich zusammen aus dem Zeichen 名 mei (= Name), das hier für "namhaft", "berühmt" bzw. "meisterhaft" steht, sowie den Zeichen 探偵 tan-tei (= suchen + auskundschaften), die "Detektiv" bedeuten. Die korrekte Übersetzung von japanisch "Meitantei Konan" wäre also "Meisterdetektiv Conan" und nicht bloss "Detektiv Conan"!

Die Übersetzungen in die verschiedenen chinesischen Sprachen, aber auch ins Vietnamesische, Koreanische, Thailändische, Schwedische und Norwegische berücksichtigen diesen feinen Unterschied, während manche anderen Übersetzungen wie z.B. die ins Französische oder ins Deutsche Conan etwas respektlos zum einfachen "Detektiv" degradieren, siehe dazu auch verschiedensprachige Ausgaben von Detektiv Conan. Im Französischen wirkt die Konstruktion "maître-détective" möglicherweise gezwungen und entschuldigt daher vielleicht diese Vereinfachung. Da aber Französisch die erste europäische Sprache war, in die "Meitantei Konan" übersetzt wurde, haben sich viele spätere Übersetzer vermutlich am französischen Titel orientiert - und womöglich gar die französische Übersetzung anstelle des japanischen Originals in ihre jeweilige Zielsprache übersetzt?

"Detektiv" (japanisch "tan-tei") wird chinesisch mit zwei Schriftzeichen geschrieben. Im Chinesischen zur Zeit der Tang-Dynastie wurden diese in der Reihenfolge 探偵 "suchen - auskundschaften" verwendet, was man heute noch am Japanischen, Koreanischen und manchen heutigen chinesischen Sprachen sehen kann - im modernen Mandarin werden sie jedoch andersherum verwendet, also 偵探 bzw. in vereinfachter Schrift: 侦探 "auskundschaften - suchen".

Merkwürdigerweise wurde auf dem Cover der Hongkong-Ausgabe von Detektiv Conan die alte bzw. "japanische" Reihenfolge 探偵 benutzt, bei der Hongkong-Ausgabe der "Short Stories" von Detektiv Conan dagegen die "mandarin-chinesische": 偵探.

Im Originalmanga kommt diese in Japan unübliche Umdrehung übrigens auch vor - allerdings nur als scherzhafte Andeutung im Namen von Shin'ichis Schule, dem "Teitan-Gymnasium", versteckt in einer Schreibung mit ganz anderen chinesischen Zeichen (japanisch 帝丹高校 Tei-tan-kō-kō ="Teitan-Oberschule"). Die französische Ausgabe ahmt diesen Scherz nach und nennt Shin'ichis Schule entsprechend "lycée Tivedétec" (abgeleitet von détec-tive).

mandarin-chinesisch = hochchinesisch (auch: 中文),
minnan-chinesisch = Bân-lâm-gú = 闽南语
Das erste der drei Zeichen im Beispiel oben rechts bedeutet "Name" bzw. "namhaft" und steht für "berühmt",
zusammen bedeuten diese drei Zeichen also "berühmter Detektiv" bzw. "Meisterdetektiv"..

Zum Titel "Inspektor" bei Mandarin ist zu bemerken, dass in China wie in Japan 警部 verwendet wird (= mandarin "jǐng-bù" = jap. "kei-bu"), aber in Taiwan, Hongkong und Korea wird ein anderes zweites Zeichen verwendet: 警官 (= mandarin "jǐng-guān" = kantonesisch "gíng-gùn" = koreanisch 경관 "gyŏng-gwan"). Dieses andere Wort 警官 (jap. "kei-kan") gibt es auch in Japan, bezeichnet dort aber nur einen "(einfachen) Polizeibeamten", nicht den "Herrn Inspektor".

Professor Agasa ist im Japanischen eigentlich "Dr. Agasa", d.h. auf japanisch 阿笠博士 "Agasa hakase", und so ist es auch in den meisten Übersetzungen. In Deutschland, Italien, Spanien, Finnland und in den Niederlanden wurde er allerdings zum Professor "befördert", vielleicht ein Indiz für die in diesen Ländern sinkende Bedeutung des Doktortitels?
Sein japanischer Name stellt übrigens ein japanisches Wort(zeichen)spiel dar: sein Doktortitel 博士 (= jap. "haka-se" = kor. "bak-sa" = mandarin "bó-shì" = kantonesisch "bok-si") kann nämlich - allerdings nur im Japanischen (!) - bei identischer Schreibweise auch wahlweise als sein Vorname "Hiroshi" (= "Hiro-shi") gelesen werden.

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© Elmar Dünßer (Duensser)